Robot Recruiting: Ist der Roboter ein besserer Recruiter?

Schon in unserem Blogpost Top 7 HR & CX Trends sind wir auf Robot Recruiting eingegangen. Die Wandlung des Einstellungsprozesses hin zu einer voll-elektronischen Steuerung ist eine wichtige Entwicklung in der Personalbeschaffung. Zumal künstliche Intelligenz generell ein Thema ist, das an Bedeutung gewinnt. Daher widmen wir uns heute dem Robot Recruiting: Was hat es damit auf sich? Wo liegen die Chancen und Risiken? Ist der Roboter etwa ein besserer Recruiter?

Was ist Robot Recruiting?

Der übliche Bewerbungsprozess ging bislang stets über den Tisch der Personalabteilung. Bewerbungsunterlagen sichten und auf Passgenauigkeit prüfen, gehören zu den täglichen Aufgaben eines Recruiters. Jedoch findet hier gerade ein Wandel statt – und immer häufiger kommen Robot Recruiting Statistik-Softwares zum Einsatz, die Bewerbungsunterlagen elektronisch analysieren und basierend auf vordefinierten Kriterien Erkenntnisse über einen Bewerber liefern. Beispielsweise erfolgt eine Prüfung derQualifikationen, Soft-Skills, Weiterbildungen oder Ausbildung der Kandidaten und das System trifft letztlich eine erste Vorauswahl. Robot Recruiting und eine computerbasierte sowie standardisierte Bewerberauswahl sind zukunftsweisende Lösungen, um das Rekrutierungsmanagement effizienter zu gestalten. In puncto Datensicherheit gibt es beim Robot Recruiting keinen Grund zur Sorge. Ähnlich wie bei den großen Websuchmaschinen wird hier ausschließlich auf öffentlich zugängliche Informationen zurückgegriffen. Der Recruiter sieht also nur, was der Kandidat im Web selbst von sich Preis gibt. Somit ist die Einhaltung deutscher Datenschutzrichtlinien garantiert.

Chancen

Auch wenn der Wandel hin zu einer elektronischen Handhabung des Bewerbungsprozesses zunächst befremdlich klingen mag, gibt es sowohl für Personaler als auch Kandidaten konkrete Chancen.

Gleichberechtigung

Nicht selten urteilen Computer sachgerechter als Menschen anhand von neutralen Kriterien: Denn sie selektieren nicht nach Herkunft, Hautfarbe oder etwa Religion. Computer diskriminieren nicht, sie fokussieren sich allein auf die vorher programmierten Eigenschaften und treffen eine Auswahl. Somit spielen weder das optische Auftreten des potentiellen Mitarbeiters noch andere Faktoren wie Sympathien eine Rolle. Es fließen keine Rollenklischees oder Emotionen in die Selektion ein.

Genauigkeit

Der Matching Prozess beim Robot Recruiting ist extrem präzise. Es wird ziemlich schnell klar, wer zu der vakanten Stelle passen könnte und wer die Qualifikationen nicht erfüllt. Aus diesem Grund sagt auch Experte Dr. Sven Laumer in einem Interview mit Monster:

Man könnte provozierend sagen: Der Roboter ist der Recruiter der Zukunft.

Quelle

Zeitersparnis

Wenn künftig Analyse-Programme in der Kandidatenauswahl eingesetzt werden, hätte der Recruiter mehr Zeit für andere wichtige Themen wie etwa die Candidate Experience (BLOGINTERN VERLINKEN SOBALD ONLINE). Auch Jobsuchende könnten von einer erheblichen Verkürzung des Bewerbungsprozesses profitieren. Auch wäre weniger Kreativleistung von den Bewerbern gefragt, weil sie sich beispielsweise nicht mit Design-Feinheiten beschäftigen müssen. Für die Computerauswertung zählen eben nur Zahlen, Daten und harte Fakten.

Risiken

Aus dem vergangenen geht hervor: Nicht nur Chancen sondern auch Risiken sind mit dem Robot Recruiting verbunden.

Unpersönlich

Das größte Risiko beim Robot Recruiting besteht unzweifelhaft darin, dass ausgefallene Bewerbungen von Top-Kandidaten untergehen. Es besteht zwar Neutralität aber Faktoren wie Vielfalt, Abwechslung, Innovativität und nicht zuletzt die Persönlichkeit gehen unter. Dadurch könnte es passieren, dass Bewerbungen von erstklassigen Kandidaten nicht weiter berücksichtigt werden – in Zeiten des Fachkräftemangels ein No-Go.

Menschliche Komponente fehlt

Es ist durchaus möglich, dass ein Bewerber alle Kriterien erfüllt, aber aufgrund persönlicher Eigenschaften trotzdem nicht ins Team passt. Was dann? Für diesen Fall hat das Robot Recruiting bislang keine Lösung. Hier kann PRECIRE® Abhilfe schaffen. Durch Sprachanalysen und statistischen Auswertungen prüft PRECIRE® auch den Fit zur Unternehmenskultur.

Durch die Zerlegung des geschriebenen und gesprochenen Wortes in einzelne Bausteine und eine profunde Analyse nach relevanten Parametern gibtPRECIRE® Aufschluss über kommunikative Wirkungsweisen, den Grad der Eskalation, die Persönlichkeit des Kandidaten und mehr. Das Zusammenspiel aus Natural Language Processing, Data Mining, Linguistik und Psychologie stellt die Berücksichtigung der (zwischen-)menschlichen Komponenten sicher.

Fazit

Während in den USA bereits 95% aller Konzerne computergestützt rekrutieren, steckt das Robot Recruiting in Deutschland noch in den Kinderschuhen. Trotzdem gehen Personaler der Top-1.000-Unternehmen fest davon aus, dass es sich um eine Technologie mit Potenzial handelt, wie die Studie „Recruiting Trends“ der Universität Frankfurt und Bamberg ergab. So gab mehr als die Hälfte der Befragten an, dass das Robot Recruiting die Kandidatenvorauswahl in naher Zukunft weiter beschleunigen könnte.

Bis zur vollautomatischen Personalbeschaffung ist der Weg jedoch noch weit. Das Gespräch mit Bewerbern ist auch heute noch unverzichtbar. Robot Recruiting ist also keine ernstzunehmende Konkurrenz für Personaler. Nichtsdestotrotz wird es in Zukunft den Arbeitsalltag vieler prägen.

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